Neuruppin, 9. Oktober 2015

Von Rachmaninow bis Sarasate - von orientalisch bis amerikanisch

Am 25. Oktober spielen die Solisten des Catori-Quartetts in Neuruppin

Für Sergej Rachmaninow war es das liebste Instrument nach dem Klavier: das Cello. So komponierte er 1890 mit 17 Jahren seine erste Romanze für Cello mit Klavierbegleitung und zwei Jahre darauf den „Danse orientale“. Am Sonntag, 25. Oktober, wird das Rachmaninow-Werk um 17 Uhr im Alten Gymnasium vom Cellisten Thomas Georgi und der Pianistin Mayuko Miyata aufgeführt. Mit ihnen zusammen stehen an dem Klassikabend des Neuruppiner Musikvereins die beiden Konzertmeister des Brandenburgischen Staats­orchesters Klaudyna Schulze-Broniewska und Stefan Hunger und die Solobratschistin Claudia Georgi in wechselnden Besetzungen auf der Bühne.

Auch das zweite Stück des Konzertabends ist für Cello und Klavier komponiert. Max Bruch feierte große Erfolge mit seinem Werk „Kol Nidrei“, das zwischen 1878 bis 1880 entstand. Kol Nidrei sind die ersten beiden Worte eines jüdischen Liturgietextes, der am Vorabend des höchsten jüdischen Feiertages Yom Kippur rezitiert wird. Für die musikalische Umsetzung mit vielen Moll-Dur-Wechseln verwandte Bruch zwei alte hebräische Melodien.

Robert Schumanns „Märchenerzählungen“, gespielt von Violine, Bratsche und Klavier hauchen im Anschluss eine märchenhafte Aura in den Konzertsaal. Der heitere Zyklus aus vier Charakterstücken erinnert an Feenmusik, polternde Riesen, zarte Prinzessinnen und ungestüme Rittersleute.

Nach der Pause spielt Klaudyna Schulze-Broniewska die „Romanza Andaluza“ und die „Caprice Basque“ vom Geiger und Komponisten Pablo de Sarasate. Beides sind folkloristisch gewürzte Zauberstücke, in denen Sarasate spanische Volksweisen verarbeitete. Im letzten Teil des Konzertabends steht das „Catori-Quartett“ in vollständiger Besetzung auf der Bühne. Bei Antonin Dvořáks Streichquartett Nr. 12 F-Dur aus dem Jahre 1892 verwandelt es sich zugleich in eine „groovende Jazzband“. Das sogenannte „Amerikanische Quartett“ avancierte sehr schnell zum beliebtesten Streichquartett von Dvořák. Das Werk ist kurz, der Satz ist schlicht, die Stimmung entspannt und heiter. Ein gelungener Ausklang des Abends.


Die Karten für das Konzert am Sonntag, 25. Oktober, um 17 Uhr, im Alten Gymnasium in Neuruppin kosten 17 Euro, für Schüler 5 Euro. Sie sind in Neuruppin bei der MAZ, dem Ruppiner Anzeiger, im Bürgerbahnhof und beim Musikverein, Tel. 0 33 91/ 65 98 198, erhältlich.