Brahms's persönliches Lieblingswerk im Festsaal

Klavierabend mit Moritz Winkelmann am 30. April in Neuruppin

Sein Klavierspiel zeichnet sich durch „enorme Ausdruckskraft“ aus, schreibt die Stuttgarter Zeitung. Von seiner „feinen Anschlagkultur“ berichtet Die Rheinpfalz. „Grandios“ ist das Fazit der Hildesheimer Allgemeinen. Der Pianist Moritz Winkelmann gastiert am Sonnabend, 30. April auf Einladung von Takao Ukigaya und dem Musikverein Neuruppin um 17 Uhr im Festsaal der Ruppiner Kliniken in Neuruppin. Er gab in vielen Ländern der Welt Konzerte, ist seit 2002 Träger des Mozartpreises der Stuttgarter Mozartgesellschaft, gewann 2008 den Beethoven-Klavierwettbewerb „Richard Laugs“ in Mannheim, wurde mit dem Preis der Kunststiftung Baden Württemberg ausgezeichnet und siegte 2013 beim „Harrison-Winter“- Competition in Baltimore (USA).

In Neuruppin spielt Moritz Winkelmann die Fantasie d-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart, die Klaviersonate Nr. 7 D-Dur von Ludwig von Beethoven, Georg Friedrich Händels Suite B-Dur und den Variationenzyklus über ein Thema von Händel op. 24 von Johannes Brahms.

Die kurze d-Moll-Fantasie von Mozart ist reich gegliedert und facettenreich: zart klagend, bedrohend in den Bassoktaven, stockend in der Melodie, heiter und schlicht im Ausgang. Das Finale blieb unvollendet und wurde von einem Zeitgenossen Mozarts zu Ende komponiert.

Die Klaviersonate Nr. 7 von Ludwig van Beethoven ist das phantasievollste und pianistisch wirkungsvollste Stück seiner drie Sonaten op. 10. Bereits der erste Satz überbietet durch die wirbelnde Fülle von gegensätzlichen Gestalten und Stimmungen alle seine früheren Sonatensätze. Das Largo ist eines der schwärzesten, trostlosesten Bekenntnisse, die Beethoven hinterlassen hat. Gegen so viel Düsternis kann sich nur zögernd ein sanft behäbiges Menuett durchsetzen. Und es bedarf einer etwas aufgesetzten Fröhlichkeit, um einen Ton gelöster Heiterkeit zu erzeugen, der wiederum in einen skurrilen Schlusssatz führt.

Tänzerisch geht es nach der Pause mit der Suite B-Dur von Georg Friedrich Händel weiter. Und gleich danach noch einmal Händel - aber diesmal von Brahms. Denn Moritz Winkelmann spielt die 25 Variationen und eine abschließende Fuge über ein Thema von Händel. Der gleichnamige Zyklus op. 24 gilt als der Bedeutendste unter den fünf Variationszyklen, die Johannes Brahms komponiert hat. Er ist ein Meister dieser Gattung. In kaum einem anderen seiner Werke stehen künstlerische Aussage und formale sowie pianistische Gestaltung gleichermaßen vollendet nebeneinander. Brahms selbst bezeichnete die Händel-Variationen als sein persönliches Lieblingswerk.


Die Karten für das Konzert am Sonnabend, 30. April, um 17 Uhr, im Festsaal der Ruppiner Kliniken in Neuruppin kosten 17 Euro, für Schüler/Studenten fünf Euro. Sie sind in Neuruppin bei der MAZ, dem Ruppiner Anzeiger, im Bürgerbahnhof und beim Musikverein, Tel. 0 33 91 / 65 98 198, erhältlich.