Sinfoniekonzert Brandenburgisches Staatsorchester

» Dirigent: Takao Ukigaya
» Klavier: Maria Radutu
» Klarinette: Johanna Krech

Beginn: 17 Uhr
Kulturkirche Neuruppin
Eintritt: 34 € | 25 € | 18,50 €, Schüler ab 7 €

W. A. Mozart - Klavierkonzert C-Dur KV 467
Felix Mendelssohn Bartoldy – 3. Sinfonie a-Moll op. 56 (Schottische)
Carl-Maria von Weber - 1. Klarinettenkonzert f-Moll (3. Satz)

Brillantes Mozart-Klavierkonzert und Schottisches von Mendelssohn

Unter Leitung von Takao Ukigaya erklingen das Mozart-Klavierkonzert C-Dur Nr. 21 und die Schottische Sinfonie Nr. 3 a-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy. Zuvor gibt es wieder ein Konzertspecial mit einer jungen Nachwuchsinterpretin.
Die 16jährige Klarinettistin Johanna Krech spielt mit dem Orchester den 3. Satz aus dem 1. Klarinettenkonzert f-Moll von Carl-Maria von Weber. Johanna Krech kommt aus Frankfurt (Oder) und gewann 2014 und 2015 den 1. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. 2016 siegte sie beim Internationalen Klarinettenwettbewerb „Saverio Mercadante“ in Italien. Witzig und spritzig sprüht der Satz vor Lebensfreude und leitet wirkungssicher zu Mozarts Klavierkonzert Nr. 21 über.

Die meisten Klavierkonzerte hat Wolfgang Amadeus Mozart übrigens für sich selbst geschrieben - als Interpret in der Öffentlichkeit. Mit ihnen erlangte er Ruhm und Geld. In keiner anderen Gattung war er so frei von fremden Einflüssen. Der Klavierpart von Mozarts Klavierkonzert Nr. 21 C-Dur dürfte der fordernste, brillanteste und in seinen fantasievollen Passagen der dankbarste aller mozartschen Konzerte sein. Die straffe Thematik des ersten Satzes hat Marschcharakter und entspricht dem damaligen Zeitgeschmack, der der französischen Form des „Militärkonzertes“ huldigt. Der zweite Satz gleitet nur so dahin: die Klaviermelodie zieht sich wie ein langsam dahinfließender Fluß durch verschiedene Gemütsstimmungen. Das Finale wiederum begeistert durch geschliffenen Witz und sprudelndes Leben. Die rumänische Pianistin Maria Radutu wird diesen virtuosen Leckerbissen am Klavier interpretieren. Sie gehört zu den Wunderkindern ihres Heimatlandes, studierte an der Musikuniversität in Wien und gewann als Solistin über 20 nationale und internationale Preise. Mit dem Wiener Kammerorchester brillierte sie im Großen Musikvereinssaal in Paris, als Gastpianistin konzertiert sie u.a. mit den Wiener Philharmonikern.

Nach der Pause erklingt die Sinfonie Nr. 3 a-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy. Der Gedanke zu dieser Sinfonie kam ihm während seiner Schottlandreise 1829. Doch sollte sein bedeutendstes sinfonisches Werk noch 13 Jahre schlummern und reifen, ehe es am 3. März 1842 im Leipziger Gewandhaus uraufgeführt wurde. Mendelssohn wollte die Sätze der aus einer einheitlichen Grundstimmung erwachsenen „Schottischen Sinfonie“ ohne „stimmungsmordende“ Pausen aufeinander folgen lassen. Er lässt die vier Sätze daher attacca –ohne Pause – spielen und verbindet so den sinfonischen Zyklus zu einer Einheit. Besonders der erste Satz bildet mit seinem poetischen Gehalt eines der schönsten Beispiele romantischer Musik. Der zweite Satz entführt mit einem schottisch inspirierten Thema in eine heitere Landschaft, deren Täler und Höhen von strahlender Sonne durchleuchtet sind. Der dritte Satz bewegt sich in einer Atmosphäre gelöster Ruhe und schwärmerischer Innigkeit. Originell und frisch endet die Sinfonie, für dessen Finale Mendelssohn nochmals ein schottisch inspiriertes Thema verarbeitet.


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