Klavierabend Ingo Dannhorn

» Ingo Dannhorn

Beginn: 17 Uhr
Festsaal Ruppiner Kliniken
Eintritt: 17 €, Schüler 5 €

J. S. Bach - Chaconne aus Partita II, L. v. Beethoven - Klaviersonate Nr. 32, König Georg V. von Hannover -4 Lieder ohne Worte, F. Chopin - Andante spianato e grande polonaise brillante op. 22


Der Musikverein Neuruppin lädt zu einem Klavierabend mit Ingo Dannhorn in den Festsaal der Ruppiner Kliniken ein. Der Preisträger des Beethoven-Wettbewerbes in Wien und internationaler Klavierwettbewerbe in Sydney, Salzburg, Wien, Senigallia und Ettlingen spielt in Neuruppin Werke von „Bach-Busoni“, Beethoven, König Georg V. von Hannover und Chopin.
Das Geheimnis von Johann Sebastian Bachs Partita Nr. 2 in d-Moll liegt in der Form des letzten Satzes, der berühmten „Chaconne“. Sie ist mit gut einer Viertelstunde genauso lang wie die übrigen vier Sätze und besteht aus freien Variationen über einem Thema, das ununterbrochen wiederholt wird. Wie ein ständig um sich selbst kreisender Gedanke, den Bach ganze 32 Mal eindringlich variiert. Der italienische Komponist Ferruccio Busoni hat zwei Jahrhunderte später das Violinen-Solo von Bach in einen Klaviersatz umgearbeitet, der die Möglichkeiten des modernen Flügels ebenso ausreizt, wie Bach das Spektrum der Geige. Auch Ludwig van Beethoven hat mit der Form seiner Klaviersonate Nr. 32 c-Moll für Aufsehen gesorgt. Sie besteht aus nur zwei Sätzen, die jedoch einen einzigen monumentalen Dualismus verkörpern. Auf die langsame Einleitung im ersten Satz folgt ein kontrapunktisch ausgearbeitetes schroffes Mottothema, c-Moll entwickelt sich langsam zu C-Dur und alles verklingt über eine unablässige Sechszehntelbewegung der linken Hand im Pianissimo. Im zweiten Satz variiert Beethoven ein anfangs betont schlicht gehaltenes Gesangsthema derart, dass aus der „kleinen Arie“ eine ganze Welt des Klavierklangs wird.
Vom bereits in jungen Jahren erblindeten König Georg V. von Hannover stammen die galanten und zugleich innigen Kompositionen „4 Lieder ohne Worte“. Der letzte König von Hannover war reaktionär, wollte gar die bürgerliche Revolution zurückdrehen, förderte aber die zeitgenössische Musik. Er lebte von 1819 bis 1878, unterstützte u.a. Brahms, Wagner, Schumann und Berlioz und schrieb als Pianist und Komponist etwa 200 eigene Werke, vor allem Kunstlieder und Stücke für Männerchor und Musikcorps. Für den Abschluss seines Klavierabends in Neuruppin hat sich Ingo Dannhorn das Andante spianato e grande polonaise brillante von Frédéric Chopin zurecht gelegt. Die Grande Polonaise mit ihrer perlenden Passagenbrillanz gehört zu den technisch anspruchsvollsten Stücken Chopins.


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