Romanzen und Kammerstücke für Oboe, Klarinette, Fagott, Horn und Klavier

Bläser-Solisten des Staatsorchesters am 30. September in Neuruppin

„Zarte, duftende Blumen, die keinen Triumphzug durch den Salon machen wollen, sondern im stillen Kreise das Gemüt erquicken werden“. So beschrieb Robert Schumann seine drei Romanzen für Oboe, die er seiner Frau Clara im Jahre 1849 als Weihnachtsgeschenk machte. Mit diesen Stücken eröffnet die Solo-Oboistin des Brandenburgischen Staatsorchesters Ruth Pfundstein den Kammermusikabend für vier Solisten und Bläserquintett am Sonntag, 30. September, um 17 Uhr im Alten Gymnasium in Neuruppin. Es folgt eine Romanze für Horn und Klavier von Antonio Rosetti, gespielt vom Solohornisten des Staatsorchesters Eckehard Schulze und der Pianistin Miyuki Motoi. Dann tritt das Fagott auf den Plan. Warmherzig und schwermütig ist Edward Elgars d-Moll-Romanze, die der Fagottist Vladimir Borgarts vom Filmorchester Babelsberg auf die Bühne bringt. Und auch die Klarinette bekommt im ersten Konzertteil ihr Solostück. „Immer kleiner“ heißt die humoristische Fantasie von Adolf Schreiner, die allerdings nur bei abnehmendem Mond gespielt werden darf. Der Soloklarinettist des Staatsorchesters Christian Krech hat Glück. Mit der nächsten Vollmondnacht am 25. September beginnt die abnehmende Mondphase. Nach der Konzertpause vereinen sich Klarinette, Fagott und Klavier in dieser sehr eigenwilligen Besetzung zu Michail Glinkas „Trio pathetique“ in d-Moll. Der russische Komponist (1804 - 1857) hat das Stück knapp proportioniert in klassischen vier Sätzen angelegt. Verzweiflung und Düsternis prägen es, denen ein körperlicher und seelischer Zusammenbruch Glinkas zugrunde liegt. Majestätisch lässt Glinka sein Trio ausklingen. Der französische Oboist, Komponist und Instrumentenbauer Henri Brod schrieb überwiegend Kammermusik für Oboe, Fagott und Klavier. Von ihm erklingt ein Duo über die „Wahnsinnsarie“ aus der Donizetti-Oper „Lucia di Lammermoor“. Mit Wolfgang Amadeus Mozarts „Quintett Es-Dur für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott“ endet der Konzertabend. Alle fünf Instrumente sind im Einsatz. Mozart komponierte das Bläserquintett 1784 in einer der produktivsten Phasen seines Lebens. „… Ich selbst halte es für das beste, was ich noch in meinem Leben geschrieben habe“, notierte er in einem Brief an seinen Vater.


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