Programm

Julius Klengel - Allegro aus: Concertino Nr. 1 C-Dur op. 7
Johannes Brahms - 2. Klavierkonzert B-Dur op. 83
Johannes Brahms - Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68


Das Brandenburgische Staatsorchester spielt am 18. November in Neuruppin Johannes Brahms´ zweites Klavierkonzert und seine 1. Sinfonie

Ganz im Zeichen von Johannes Brahms steht das Sinfoniekonzert des Brandenburgischen Staatsorchesters am Sonntag, 18. November, um 17 Uhr, in der Kulturkirche in Neuruppin. Unter Leitung von Takao Ukígaya spielt das Orchester das Klavierkonzert Nr. 2 mit dem Pianisten Kotaro Fukuma und Brahms´ 1. Sinfonie.

Johannes Brahms’ erstes Klavierkonzert war bei der Uraufführung in Leipzig 1859 „glänzend und entschieden“ durchgefallen. So dauerte es fast zwanzig Jahre, ehe er sich an ein zweites Klavierkonzert wagte. Beeindruckt von den Erlebnissen einer Italienreise skizzierte er die ersten beiden Sätze 1878 in Pörtschach am Wörthersee. Drei Jahre später, nach einer zweiten Italienreise, beendete er sein Werk. In einem Brief an Elisabeth von Herzogenberg schrieb er im Sommer 1881, er habe „ein ganz ein kleines Klavierkonzert geschrieben mit einem ganz kleinen zarten Scherzo“. Brahms liebte solche Untertreibungen. Tatsächlich ist dieser zweite Satz zehn Minuten lang und zudem sehr dramatisch. Anders als die meisten Klavierkonzerte, besteht dieses nicht aus drei, sondern aus vier Sätzen, wobei der langsame dritte Satz zusätzlich durch die Rolle eines solistisch herausgehobenen Cellos hervorsticht. Mit seiner beträchtlichen Aufführungsdauer von etwa 50 Minuten kommt das Konzert einer „Symphonie mit Klaviersolo“ recht nahe. Es war zum Entstehungszeitpunkt eines der längsten, wenn nicht das längste überhaupt. Am 9. November 1881 wurde es in Budapest uraufgeführt. Brahms selbst saß am Klavier. Es wurde ein durchschlagender Erfolg.

Für den Klavierpart am 18. November in Neuruppin hat Takao Ukigaya den preisgekrönten Pianisten Kotaro Fukuma ausgewählt. Er trat u.a. in der Carnegie Hall, im Lincoln Center in New York, in der Wigmore Hall in London, im Philharmonie- und Konzerthaus in Berlin, dem Gewandhaus zu Leipzig, in Paris, Genf, Madrid und vielen anderen Musikmetropolen der Welt auf. Zehn Alben veröffentlichte er bisher, die alle durchweg ausgezeichnete Kritiken erhielten, darunter Werke von Schumann, Liszt, Chopin, Albéniz, Debussy und Mozart,

Nach der Konzertpause folgt die 1. Sinfonie von Johannes Brahms. Mit keinem anderen Werk hat er sich so lange beschäftigt wie mit dieser Sinfonie. Das erdrückende Vorbild Beethovens schreckte ihn immer wieder ab, so dass zwischen den ersten Entwürfen und der Vollendung 1876 ein Zeitraum von 14 Jahren liegt. Der erste Satz beginnt mit einem Motiv, das die gesamte Sinfonie durchzieht - als ob Brahms mit diesem Leitthema die Mühsal und Beschwernis seines eigenen kompositorischen Schaffens charakterisieren wollte. Im zweiten Satz lässt er die Unruhe der wirbelnden Gedanken und Verwebungen langsam abklingen und eine poesievolle Oboenmelodie spendet Trost und Zuversicht. Der dritte Satz gibt sich entspannt. Pastorale Klarinettenmelodien, wiegende Holzbläser und ein graziöses Trio mit einem Hin und Her zwischen Bläsern und Streichern markieren den heiter ausklingenden Satz. Ein monumentales Finale bildet den Abschluss. Mit allen Mitteln versucht das Orchester, das beschwerliche Leitmotiv abzuschütteln, bis endlich eine leuchtende Hornmelodie die Erlösung ankündigt. Ein sieghafter Freudenhymnus übernimmt das Zepter.

Bevor es am 18. November jedoch zu Brahms kommt, können sich die Konzertbesucher auf ein Nachwuchstalent freuen. Der zehnjährige Emanuel Schulze aus Frankfurt/Oder spielt auf dem Cello das Allegro aus dem Concertino Nr. 1 von Julius Klengel. Er belegte 2018 den jeweils ersten Platz im Regional- und im Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ in der Kategorie „Duo Streichinstrument und Klavier“ und erhielt darüber hinaus im Regionalwettbewerb den Sonderpreis für die höchste Wertung.

Die Karten für das Sinfoniekonzert am Sonntag, 18. November 2018, um 17 Uhr, in der Kulturkirche Neuruppin kosten 34 €, 25 € und 18,50 € (für Schüler/Studenten 17 €, 12,50 € und 7 €). Sie sind in Neuruppin bei der MAZ, dem Ruppiner Anzeiger, im Bürgerbahn¬hof und beim Musikverein, Tel. 0 33 91 / 65 98 198, zu haben oder können in unserem reservix-Shop gebucht werden.




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